Ignaz Schick: Kompositionen

15 Dec 2019 - 20:30
Gregor Khuen Belasi

IGNAZ SCHICK: KOMPOSITIONEN

Ignaz Schick: Fo(u)r Electronics
Stefan Roigk – laptop
Ignaz Schick – turntable, sampler
Eliad Wagner – analog synths, electronics
Marta Zapparoli – tapes, field recordings

Ignaz Schick: Atsahs Woblle
Shasta Ellenbogen – viola
Marie Takahashi – viola

Ignaz Schick: New work (percussion quartet)
Alexandre Babel – percussion
Emilio Gordoa – percussion
Robyn Schulkowsky – percussion
Morton J. Olsen – percussion

Der Berliner Klangkünstler, Turntablist und Saxofonist Ignaz Schick ist als eine Schlüsselfigur der Echtzeitmusik-Szene auch als Komponist aktiv. An diesem ihm gewidmeten Porträtabend werden drei seiner graphischen Kompositionen aus unterschiedlichen Schaffensphasen uraufgeführt. Seit etwa 2009/2010 entwickelt Schick seine Konzept- und Textsammlung Book Of Music, welche sich theoretisch mit unterschiedlichen und sehr eigenen Strategien und Methoden der strukturellen und formalen Organisation von unterschiedlich (groß) besetzten kreativen Ensembles bis hin zum Orchester widmet. Diese Konzept- und Strategiesammlung gibt dem Komponisten ein umfangreiches und flexibles Werkzeug an die Hand, Musiker*innen mit unterschiedlicher handwerklicher oder inhaltlicher Formierung und Erfahrung zu organisieren; sie bildet die Grundlage für seine neuen Kompositionen. Dabei hat er im Laufe der Jahre eine eigene Form und individuelle Schreibweise vor allem in Bezug auf graphische Notation entwickelt. Seine Werke sind timeline-basierte Kompositionen, in der sowohl graphische und verbale als auch traditionell notierte Passagen zum Einsatz kommen. Er schreibt bewusst für Musiker*innen, die selbst als Improvisator*innen aktiv sind und eine eigene und individuelle Klangsprache entwickelt haben.

Fo(ur) Electronics wurde bereits 2015 geschrieben & ist eine graphische Komposition für vier unterschiedliche Live-Elektroniker wobei hier so unterschiedliche Tools und Instrumentarien wie Laptop, Tapes, Turntables & analoge modulare Synthesizer zum Einsatz kommen.

Das Werk Atsahs Woblle war ursprünglich als Solostück für Viola konzipiert, entwickelte sich dann aber während des Kompositionsprozesses zu einem Duo-Stück für zwei Bratschen.

Das Schlagzeug-Quartett arbeitet mit unterschiedlichen sich überlagernden und an- und abschwellenden monochromen Klangflächen. Dabei fokussiert sich Schick auf Metall- (Donnerblech, Tam Tam, Amboss) und Holzklänge. Für letztere hat er spezielle kistenartige Holzboxen mit Lamellen und Stäben in unterschiedlichen Größen (Sopran, Alt, Tenor, Bass) konzipiert, die sowohl angeschlagen, gezupft aber auch gestrichen werden können.

Supported by Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Presented by Digital in Berlin

Doors: 8.30 pm
Concert start: 9.00 pm

Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

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